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Freitag, 17. August 2007

Santiaga de Huata - Huarina
  48,20 km Gesamt: 896,30 km Höhe: 3833 m ü.NN
Laut Information des Diakons, ist der Weg durch die Halbinsel besser zu fahren, als die Strecke am Wasser entlang. Schon sehr schnell stellt sich heraus, dass es immer langsam nach oben geht. Überall treiben die Bauern und Bäuerinnen die Tiere auf die Weiden, oder arbeiten auf den Feldern. Nur mit ihren Hacken müssen sie den festen steinigen Boden lockern.
Wir klettern bis auf 4200 Meter hinauf. Der Blick auf den See belohnt uns für die Quälerei. Leider ist die Abfahrt sehr schwer und steinig. Wir müssen echt aufpassen, nicht zu stürzen. Unten angekommen, für uns sind es die letzten Pistenkilometer auf der Reise, erreichen wir die Straße nach La Paz. Noch 101 Kilometer dann ist es geschafft.
Weiter fahren wir auf einer sehr welligen Strecke am See entlang. Auch viele Einheimische sind mit ihren Rädern unterwegs. In Huatajata wird uns das "Inti Karka" empfohlen. Erik der Sohn des Hauses baut mit seinem Vater Balsaboote. Bekannt wurde er durch seine 613 Kilometer lange Reise auf dem Titicacasee. Der Vater sitzt im Garten und baut kleine Balsaboote, um sie zu verkaufen. Wir essen lecker Fisch, ruhen uns aus, genießen den Blick über den See.
Da wir keine Lust haben morgen so weit zu fahren, geht es noch mal auf die Straße. Die Berge vor uns sind sehr schön. Der Wind treibt uns Richtung La Paz. Die Zeit ist reif für eine Unterkunft. Immer wieder müssen wir uns mit dem Rad durch Menschen kämpfen, die auf den Straßen feiern. Auch als wir in Huarin ankommen, ist keine Unterkunft zu finden. Alles sind auf den Volksfesten. Wir fahren weiter und finden eine kleine Kirche am Straßenrand. Eine Bäuerin meint wir können hier schlafen, nur ihr Mann hat den Schlüssel. Wir warten. Ich kaufe an der Straße ein Fischbrötchen, in der Hoffnung, das es lecker ist. Es ist lecker, aber nur für die Katze des Hauses. Die Sonne geht unter, es wird sehr kalt. Als der Bauer kommt sind wir froh einen windgeschützten Raum zu bekommen. Es ist nicht viel Platz. Die Bäuerin bringt uns noch Kartoffeln mit Käse. An den Geschmack der Erdäpfel muss man sich erst gewöhnen. An ihr Aussehen erst recht. Sie liegen wochenlang zum Trocknen auf der Wiese, immer der Wechsel zwischen Hitze am Tag und Kälte in der Nacht.
Unsere letzte Nacht vor La Paz ist sehr ruhig. Freue mich auf Morgen.
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